Dienstag, 31. Januar 2012

die hölle wird uns sowieso wieder ausspucken.

Ich kann relativ sicher sagen, dass ich morgen meinen zweiten Tadel einstecke. Ohhh neeeinn!!! Mal ehrlich, warum denkt unser Direx immer, wir würden uns deshalb in die Hosen scheißen und uns auf die "Regeln der Gesellschaft" einlassen? Ich meine, wer kann das schon von sich behaupten. Es ist doch niemand blütenweiß.
Stimmung: gelassen^^
Allerdings habe ich heute keine Zeit für weitere Ausführungen mehr, ich schätz mal ich komm morgen endlich wieder zum bloggen.

Dienstag, 24. Januar 2012

BOOM

Ich bin ziemlich beuruhigt. Die Woche ist bis jetzt ohne Silvester verlaufen und ich kann nicht sagen, ob das gut ist oder nicht. Am Wochenende will ich nämlich kein Silvester, da will ich meine Ruhe. In der Woche passiert sowieso immer so viel Scheiße, dass ein bisschen Lärm da kaum auffällt. Haha. Naja.
Silvester ist so eine Art Familienbrauch. Wieder haha. Familie...
Wie auch immer, Silvester findet einmal wöchentlich statt (mindestens). Auf Raketen wird grundsätzlich verzichtet. Stattdessen wird eigentlich mit so ziemlich allem gefeuert, beliebt sind klirrende Gegenstände oder bedeutender Papierkram. Meine Mutter hat es immer gern unvorhersehbar. Ich nicht.
Echte China-Böller sind bei uns auch nicht in Benutzung. Deutsche Türen knallen nämlich auch mit einer ganz passablen Lautstärke ins Schloss. Um das echte Silvester so authentisch wie möglich nachzuempfinden, ist bei uns sogar auf die Feuersirene Verlass. Die übernimmt meine Mutter mal wieder und tatsächlich macht sie ihren Job gut, ich reagiere wie ich bei einem Alarm eben reagieren sollte: ich hau ab.
Ach übrigens: Meine Zeichnung für die Mappe hat am Sonntag ein formschönes Feuerwerk abgegeben. Die Schnipsel liegen sogar noch in meinem Zimmer, sodass ich mich auch immer an dieses einmalige Erlebnis erinnern kann.

Wo ich schon mal bei Mappe bin: ich komme nicht wirklich voran. Was auch dara liegt, das ich mich beim zeichnen nicht mehr konzentrieren kann, einmal wegen Silvester natürlich und dann weil sich etwas in meinem Plan geändert hat. Besser gesagt, es ist etwas dazwischen gekommen, zwischen meinen Neuanfang und mich.


                                                                    Meine Sandkasten-Freundin Lis.

                                              




            
      
     

Montag, 23. Januar 2012

Unerreichbar.

Manchmal ist es so schlimm, dass man Personen in seinem Leben nicht mehr helfen kann. Wenn man nicht mehr zu ihnen findet, weil der Eingang unerreichbar geworden ist. Aber das schlechte Gewissen, welches davon entsteht, hält man irgendwann nicht mehr aus. Schließlich nehmen diese Leute die Hilfe einfach nur nicht an. Mit anderen Worten, man ist zu schlecht für sie.
Vielleicht sollte ich mich doch nur auf diese Leute verlassen, auf die schon immer Verlass war und von denen ich weiß, dass ich ihnen vertrauen kann. Wer einem immer nur Last auf die Schultern legt, dem kann man gar nicht wichtig sein. Und der hat zu viel Last, die man ihm aber nicht mehr abnehmen kann.

Es sei denn, man findet wieder zu ihm.


aufgenommen in London Tate Modern

Krea(tief)phase

Nachdem ich längere Zeit einfach nicht loslegen konnte, mit den Zeichnungen für die Mappe zu beginnen weil ich einfach Angst hatte sie zu vermasseln, hab ich am Wochenende endlich angefangen. Jedem der das Gleiche vorhat, kann ich nur raten bloß nicht auf den Schwachsinn zu hören der im Internet steht. Teilweise gibt es natürlich auch hilfreiche Seiten, aber der Rest hat mich eher verwirrt und entmutigt als alles andere.
Und dann hab ich einfach gedacht scheiß drauf und hab eben Sachen gezeichnet, die mich wirklich interessieren. Natürlich waren einige Modezeichnungen dabei, ein realistischer Faltenwurf und dann noch eine, zugeben, sehr gelungene Zeichnung einer Gitarre. Ganz entgegen den Vorschlägen im Internet, man könne ja mal ein Bild von Picasso nachempfinden (so eine bescheuerte Idee hab ich schon lange nicht mehr gehört), oder ein Stillleben mit überreifen Bananen zeichnen. Man bedenke allerdings, dass dies alles einer Mappe fürs Studium, nicht für das Gymnasium galt. Trotzdem fand ich die Ideen ziemlich einschläfernd und altmodisch. Beizeiten werde ich den ganzen Kram, den ich gemalt habe auch mal bloggen. Mir fehlen aber leider immer noch viele Blätter und meine Fantasie hat sich momentan in irgendeiner Ecke verkrochen. Ich glaub, sie sitzt irgendwo in der Schule zwischen Chemie- und Matheraum und weigert sich erstmal, da wieder heraus zu kommen. Nicht, dass es ihr dort gefallen würde.

Mittwoch, 18. Januar 2012

Wohin?

...die Frage überhaupt. Es gibt so viele Wege, die man einschlagen kann, dass man sich bei dem Überangebot nicht entscheiden kann. Und solang man sich nicht entschieden hat, bleibt man einfach erstmal am Rand stehen und sieht zu, wie andere an einem selbst vorbei trampeln und die noch freien Wege füllen. Bis man sich mit dem Warten jeden verdammten einzelnen Weg verbaut hat und dann steht man immer noch da am Wegesrand und bleibt da auch erstmal stehen, es sei denn, man hat den Mut eine völlig neuen Weg zu erfinden....
Tja, ich hab ein sehr schlechtes Timing was das Stehenbleiben betrifft. Neunte Klasse Gymnasium und ich weiß, da kann ich nicht bleiben, aus verschiedenen Gründen. Mir ist natürlich bewusst, nicht nur mir geht es so, sondern viele wissen zum Beispiel auch nachdem sie die Schule hinter sich gebracht haben nicht mehr weiter. Aber wie gesagt, die sind durch, ich bin mitten drin und da hat man dummerweise nicht sonderlich viel Zeit zum Nachdenken. Zumal meine Mutter auch recht schnell ungeduldig wird. Die wusste ja auch immer was sie wollte. (Ich bin im Gegensatz zu ihr allerdings auch ein "blödes egoistisches Miststück")
Was ich will?
Auf jeden Fall auf dem Gymnasium bleiben. Ich bin im Moment unglaublich schlecht in der Schule, wenn nicht sogar die schlechteste aus der Klasse. Aber daran gewöhnt man sich irgendwie. Andere heulen, wenn sie eine Fünf einkassieren, ich nehm sowas (äußerlich) sehr kalt und gelassen auf. Das hat nichts damit zu tun, dass ich zu schlecht bin. Ich weiß, dass ich viel besser sein könnte. Aber ich fühl mich in meiner Klasse nicht besonders gut und das ist noch untertrieben. Außerdem die Probleme zuhause und draußen...naja, ich denke da könnte jeder seinen eigenen Roman drüber schreiben.
Wie auch immer, eine echte Chance wäre das Kunstgymnasium. Ich interessiere mich sehr für Kunst und Modedesign. Aber nachdem ich festgelegt habe, dass es genau das ist, was ich will, habe ich plötzlich Hemmungen bekommen, Angst es nicht zu schaffen. Schließlich muss man sich mit einer Mappe bewerben. Als das Kunstinternat noch so ein weit entfernter Wunsch von mir war, habe ich ganz viel gezeichnet, wie gewöhnlich eben, aber diesmal mit dem Ziel es für die Mappe besonders gut zu machen. Seit ich mich entschlossen habe, den Wunschtraum wahr werden zu lassen, zeichne ich nicht mehr. Nichts brauchbares zumindest. Und im Hintergrund nölt meine Mutter herum, vielleicht wäre das ja doch nichts für mich. Sie machts mir auch nicht gerade einfach.
Was die Noten betrifft, weiß ich, dass ich mich verbessern werde. Sobald ich da bin. Ablenkung gibts dann auch nicht mehr so viel und ich freu mich schon darauf, am richtigen Platz zu sein und wieder etwas dafür tun zu können, da zu bleiben und immer besser zu werden.
Meine Mutter meint, ich flüchte. Aber wenn das wirklich so wäre, hätte ich genauso gut schon vor zwei oder drei Jahren Leine ziehen können. Sicher, mir würde die Entfernung von meiner Mutter gefallen, aber das ist nun wirklich nur ein weiterer erfreulicher Nebeneffekt von vielen.